Via Claudia Augusta, Kaiserstraße über die Alpen

Fern-Wander-Route
Via Claudia Augusta



Schon die die Etrusker, Veneter, Ligurer, Räter (in den Alpen) und Kelten standen in regem Austausch. Von den Römern wurde die Straße mehrfach ausgebaut und schließlich 45/46 n. Chr. nach Kaiser Claudius benannt, der zur Zeit des Endausbaus regierte. Selbst in der hochentwickelten Römerzeit mit stark arbeitsteiliger Wirtschaft reiste der Großteil der Menschen zu Fuß (per pedes). Wer die Kulturachse an den Ursprüngen Europas möglichst nahe an der historischen Wirklichkeit bereisen möchte, der wandert der Via Claudia Augusta auf der Fern-Wander-Route Via Claudia Augusta entlang, in der Regel auf Steigen oder Forstwegen etwas oberhalb der Talsohle, wo einst die historische Straße verlief. Die historische Straße zu Fuß zu erleben, ist nicht nur authentisch. Der Fußmarsch sorgt auch für am meisten Bezug zu den durchwanderten Gebieten und fördert die Muße, sie in all ihrer Schönheit und mit all ihren vielen Details zu entdecken. Mit den zahlreichen Kraftplätzen in der Natur, Weg-Kapellen und wunderschönen Kirchen und Kathedralen lässt sich aus der Wanderung auch eine Pilgerreise machen. Die meisten Wanderer entdecken die Via Claudia Augusta in Teilabschnitten, z. B. Bayern, Tirol, Reschenpass - Trento, Trento - Castelbrando im Norden der weiten Ebene Venedigs. Einge wandern Europas Kulturachse auch in einem Stück, z. B. als Abschluss der Ausbildung vor dem Einstieg ins Arbeitsleben oder am Beginn des Ruhestandes. Um die ganze Via Claudia Augusta mit genügend Zeit zum Entdecken, Rasten und Einkehren zu erwandern, benötigt man ca. 30 Tage.